Im Rahmen unserer Tierschutzarbeit in Südafrika haben wir uns immer wieder eine zentrale Frage gestellt: Wie können wir Tieren helfen, die ihre Beweglichkeit verloren haben? Oft stammen sie aus den schwierigsten Lebensumständen – körperliche Behinderungen, schwere Erkrankungen, die zu einer neuen Anpassung an ihre Umgebung führen oder ein hohes Alter, bei dem der geringste Energieaufwand eine große Herausforderung darstellt. Nach intensiven Gesprächen mit zahlreichen Tierärzten und Rehabilitationsspezialisten sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass die Rotlichttherapie für genau diese Situation eine ideale Lösung darstellt.

Über uns

Unsere Geschichte beginnt in Johannesburg, Südafrika.Während eines ehrenamtlichen Einsatzes zur Rettung von Straßentieren trafen sich dort erstmals mehrere Kernmitglieder unseres Teams. In dieser Zeit wurden wir Zeugen zahlreicher Schicksale: Tiere, die nach Verkehrsunfällen oder durch menschliche Gewalt körperlich gezeichnet waren – und dennoch mit bemerkenswerter Stärke weiter ums Überleben kämpften.In genau diesem Moment wurde uns klar, dass sie nicht nur gerettet werden mussten.Sie brauchten Heilung.

Nach unserer Rückkehr in die jeweiligen Heimatländer beschlossen wir, gemeinsam eine Marke zu gründen, die sich voll und ganz der Rehabilitation von Hunden und Katzen widmet. Unsere Motivation bestand darin, verletzten, alten oder kranken Tieren dabei zu helfen, ihre Beweglichkeit und damit ihre Würde wiederzuerlangen. Der Vater eines unserer Teammitglieder, Mikko, ein erfahrener Tierphysiotherapeut, machte uns mit den positiven Effekten der Laser- und Rotlichttherapie in der Tierrehabilitation vertraut. Diese Erkenntnisse markierten den Beginn unserer Reise, die Rotlichttherapie gezielt für die Genesung von Tieren weiter zu erforschen.

Von diesem Zeitpunkt an begannen wir – geprägt durch unsere unterschiedlichen Hintergründe in den Bereichen Elektrotechnik, Tiermedizin und Betriebswirtschaft –, die Rotlichttherapie zu erforschen, zu testen und sie auf Basis neuer Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Unser Ziel war es, betroffenen Tieren mithilfe einer wissenschaftlich fundiertern, sicheren und wirksamen Lichttherapie eine Stütze im Rehabilitationsprozess zu sein. Dies markiert den Ursprung unserer Marke. Es ist die Vision, aus der OsteoVitalis entstanden ist – und zugleich der Grund, warum wir diesen Weg bis heute mit Überzeugung weitergehen.

Nicht alles hat sofort funktioniert

Unsere ersten Prototypen arbeiteten mit 650 nm. Bereits in den ersten Belastungs- und Anwendungstests zeigte sich jedoch schnell, dass 650 nm unter den Anforderungen einer großflächigen, körpernahen Anwendung bei Tieren klare Grenzen hat. Insbesondere bei dichterem Fell, stärkerem Gewebe oder größeren Gelenkstrukturen war die Eindringtiefe unzureichend. Zudem zeigte sich bei längeren Anwendungen in geschlossenen, körpernahen Flächenstrukturen eine lokale Wärmeakkumulation, bei der sich die Wärme nicht gut verteilen konnte. Nicht in einem kritischen Bereich – aber deutlich außerhalb dessen, was wir langfristig als optimal für die tägliche Anwendung angesehen haben. Deshalb entschieden wir uns dafür, die Entwicklung der ersten Generation zu unterbrechen – und begannen erneut bei den Grundlagen.

In den folgenden Monaten analysierten wir wissenschaftliche Studien, verglichen Dosimetrie-Daten und führten intensive Gespräche mit Tierärzten, Photobiologen, Physiotherapeuten und Spezialisten aus der rehabilitativen Medizin. Am Ende führte uns jede dieser unterschiedlichen Erkenntnisse zum gleichen Ergebnis: dass 808 nm + 850 nm die optimale Kombination für tieferes Gewebe, Gelenke und regenerative Anwendungen darstellen.

Technologie muss sich im Alltag bewähren

Was im Labor funktioniert, garantiert noch keine langfristige Akzeptanz des Tieres. Deshalb haben wir unsere frühen Prototypen an 240 Familien mit Haustieren unterschiedlicher Hunderassen, Altersgruppen, Körpergewichte und Bewegungsprofile versendet.

Danach setzten wir uns nicht nur mit der therapeutischen Wirkung auseinander, sondern der Fokus lag auch auf der täglichen Anwendung der Produkte und folgenden Aspekten:

  • Lässt sich das Produkt einfach anlegen?
  • Sitzt es stabil?
  • Verteilt sich der Druck beim Tragen gleichmäßig?
  • Wird es vom Tier langfristig akzeptiert?
  • Ist Laden und Verstauen des Produkts im Alltag unkompliziert?

Jede Rückmeldung führte direkt zur nächsten konstruktiven Anpassung. Von der Schnittführung und Gewichtsverteilung bis hin zum Befestigungssystem und kabellosen Ladedesign wurde jede Komponente mehrfach überarbeitet – bis das Produkt im Alltag genauso optimal funktionierte wie im Labor.

Materialauswahl für Reinigung, Hygiene und Langlebigkeit

Neopren-basierte Funktionstextilien
Polyurethan-beschichtete Oberflächenmaterialien

Wir hatten von Anfang an, klare Anforderungen an unsere Materialien: Das Ziel war es, Material auszuwählen, das täglich einfach gereinigt werden kann, für den langfristigen Einsatz gedacht ist und sich somit auch nach vielen Anwendungen nicht abnutzt.

Unsere ersten Prototypen wurden mit neoprenbasierten Funktionstextilien entwickelt. In Langzeittests zeigte sich jedoch schnell, dass stark angeheftete Tierhaare, eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme und regelmäßige Reinigung deutlich höhere Anforderungen an Material und Oberfläche stellen.

Deshalb wechselten wir vollständig auf PU-beschichtete Oberflächenmaterialien.
einfachere Reinigung
geringere Feuchtigkeitsaufnahme
angenehmerer Hautkontakt
längere Lebensdauer der Lichtmodule
Neopren-basierte Funktionstextilien
PU-beschichtete Oberflächenmaterialien

Was wir entwickeln, muss messbar sein

Die Wirksamkeit von Lichttherapie entsteht nicht durch höhere Leistung, sondern durch die richtige Lichtdosis.

Deshalb arbeiteten wir mit 50 vollständig dokumentierten Vergleichsgruppen, um unterschiedliche Bestrahlungsparameter unter realen Bedingungen langfristig zu beobachten.

Dabei berücksichtigten wir unter anderem:

Hautdicke
Felldichte
Körpergewicht
Gelenktiefe
Tägliches Aktivitätsniveau
Reaktionszeit des Gewebes
Auf Basis dieser Daten entwickelten wir konkrete Anwendungsparameter für unterschiedliche Körpergrößen und die individuellen Bedürfnisse des Tieres. Zusätzlich überprüften wir jedes Produkt unter realen Belastungsbedingungen durch:
Temperaturzyklus-Tests
Dauerbelastungstests
Elektrische Sicherheitsprüfungen
Materialbeständigkeits prüfungen
So stellen wir sicher, dass jede Komponente nicht nur im Labor funktioniert, sondern auch im täglichen Einsatz zuverlässig bleibt. Darüber hinaus erfüllen unsere elektronischen Systeme und eingesetzten Materialien die Anforderungen der CE- und RoHS-Zertifizierung. Damit entsprechen sie den europäischen Anforderungen in den Bereichen elektrische Sicherheit, elektromagnetische Verträglichkeit und Schadstoffkontrolle.

Heute begleiten unsere Produkte Tiere in ganz unterschiedlichen Lebensphasen – nach Operationen, in der Rehabilitation, im höheren Alter oder bei langanhaltenden Bewegungseinschränkungen.

Jede Rückmeldung, jede Nachbeobachtung und jede dokumentierte Veränderung hilft uns, unsere Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Mit jedem einzelnen Tier entwickeln auch wir uns weiter.

Dabei ist der Respekt vor jedem Lebewesen ausschlaggebend sowie auch die Verantwortung, Technologie nur dann einzusetzen, wenn sie diesem Anspruch wirklich gerecht wird.